Interview mit Daniel am 17.10.2006


Hallo Daniel,

Zunächst einmal wollen wir natürlich, auch wenn schon sechs Bundesligaspiele gelaufen sind, wissen, wie Du die Sommerpause verlebt hast. Warst Du im Urlaub?

Ja, ich war diesen Sommer 2 Wochen mit meiner Freundin Joelle in Miami und danach ein paar Tage noch bei meinen Eltern in Aschaffenburg.

Gibt es ein Urlaubsziel, welches Du unbedingt irgendwann einmal besuchen möchtest? Warum gerade dieses?

Ich reise sehr gerne in die USA, mittlerweile war ich schon zweimal in New York, in Miami und nächstes Jahr geht es wohl nach Los Angeles.   Mir gefällt die Art der Menschen und alles drum herum.


Wie sieht eigentlich Dein persönliches Training während der Spielpause aus? Bekommst Du vom Mannschaftstrainer einen eigenen Trainingsplan oder trainierst Du „auf eigene Faust“? Wie hat Dein Training ausgesehen, was hast Du gemacht?

Jeder Spieler hat seinen eigenen Trainingsplan bekommen, den er abtrainieren sollte.
Das ist aber eigentlich nichts besonderes, denn immer wenn wir eine längere Trainingspause haben bekommen wir einen Plan.

 

Aber nun zum „beruflichen Teil“:

In den ersten sechs Spielen der 2. Bundesliga hast Du bereits zwei Tore erzielt, nach einer langen Zeit ohne Treffer. Vor allem das letzte Tor im Spiel gegen Carl Zeiss Jena ist uns noch allen in bester Erinnerung. Wie fühlt sich der Moment an, in dem der Ball über die Torlinie geht? Was geht einem da durch den Kopf?

Das ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl wenn man den Ball ins Tor schießt.
All zu oft ist das ja noch nicht vorgekommen, aber es freut mich auch wenn ich meiner Mannschaft damit helfen kann.

 

Drei gewonnene Spiele, drei Mal ein Unentschieden, nur eine Niederlage in der Saison 2006/2007, das ist sicher nicht nur für den Verein, sondern für jeden von Euch Spielern ein Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Woran liegt es Deiner Meinung nach, dass nach der doch unsicheren Situation am Ende der letzten Saison, es jetzt zu einer solchen Leistungssteigerung bei Euch gekommen ist?

Wir hatten eine sehr  gute Vorbereitung, die trotz des harten Trainings sehr viel Spaß gemacht hat. Der Trainer hat ein Konzept und das trainieren wir täglich und natürlich versuchen wir es so gut wie möglich umzusetzen.

 

Die Top Internet Adresse, wenn es um den deutschen Fussball geht, kicker online, hat Dich als den Top Torschützen und den Top Spieler des TSV 1860 erwählt. Bei den Top Spielern insgesamt bist Du als einziger Spieler des TSV 1860 unter den Top 17. Was bedeuten Dir solche „Auszeichnungen“? Haben solche Platzierungen Einfluss auf Deinen „Marktwert“ und inwiefern wirkt sich das auf eventuelle Angebote anderer Vereine aus?

Davon wusste  ich  gar nichts, aber ich lege auf so etwas eigentlich nicht so viel Wert.
Wichtig ist, dass ich mit guten Leistungen, Toren und Torvorbereitungen die Mannschaft unterstützen kann.

  

Ich glaube, man kann Dich mittlerweile als einen der „Spielführer“ Eurer Mannschaft bezeichnen. Wie siehst Du Deine Aufgabe als „alter Hase“ im Team?

Ich bin zwar jetzt schon seit 4 Jahren dabei, aber soweit würde ich nicht gehen, denn es gibt schon einige Erfahrene, die das bei uns übernehmen.

  

Ihr habt eine Menge Neuzugänge, gibt es jemanden, mit dem Du Dich ganz besonders gut verstehst?

Eigentlich gibt es da niemanden bestimmten, die sind alle sehr nett. Man kann sagen, dass ich mich eigentlich mit allen gut verstehe.

 

Sprecht Ihr eigentlich über Aufstieg in die erste Liga oder ist das ein Thema, welches noch vernachlässigt wird? Laut den meisten TV-Interviews ist immer „das nächste Spiel“ entscheidend. Ist das wirklich so oder schlummert nicht doch der Aufstiegswunsch in jedem von Euch?

Nein darüber sprechen wir nicht. Denn es ist wichtig von Spiel zu Spiel zu denken.
Wir wollen in jedem Spiel unser Bestes geben und den Fans ein gutes Spiel bieten.

 

Niederlage in Braunschweig: Gerade gegen den Tabellen-Letzten gibt es
für Euch die erste Niederlage der Saison. Was meinst Du, woran hat es
gelegen, dass Ihr diesmal keine drei Punkte mit nach Hause nehmen konntet?

Wir haben einfach nicht richtig ins Spiel gefunden und dann, als Greg Berhalter vom Platz musste und wir nur noch zu zehnt waren, war es schwer für uns, mit der Situation umzugehen. Wir wollten dann wenigstens noch einen Punkt mitnehmen, aber das haben wir ja dann leider nicht mehr geschafft.

 

Für uns alle war es ein Schock, mit anzusehen, dass Michi Hofmann nach
dem Zusammenprall bewusstlos vom Platz getragen wurde. Beeinflusst
solch eine Situation das Spielgeschehen oder seid Ihr so sehr Profis,
dass Ihr „darüberstehen“ müsst?

Klar bekommt man das mit, ist davon etwas abgelenkt und denkt darüber nach, aber man muss es so schnell wie möglich wegstecken und sich wieder aufs Spiel konzentrieren.

 

Wir wünschen uns sehr, dass es Michael Hofmann bald wieder besser
geht, gibt es schon Informationen über seinen Zustand?

Es geht ihm so weit ganz gut. Heute ist er schon wieder gelaufen und wenn alles gut läuft, dann will er am Sonntag wieder spielen.

 

Auch die gelb-rote Karte für Greg Berhalter war laut Trainer Schachner
ein Schlüsselerlebnis in dem Spiel. War der Platzverweis gerechtfertigt oder hast Du das anders gesehen?

Also, über die erste gelbe Karte kann man ja noch diskutieren, aber die zweite war leider berechtigt, das hat er auch direkt nach dem Foul bemerkt und ist schon vom Platz gegangen.
 

Daniel, wir danken Dir sehr, dass Du Dir wieder einmal ein wenig Zeit für uns genommen hast. Deine Homepage hat einen Riesenerfolg und die Zugriffe werden immer mehr, was man ja auch an den Einträgen in Deinem Gästebuch erkennen kann. Möchtest Du Deinen Fans hier noch etwas sagen?

Das freut mich natürlich wahnsinnig und ich möchte mich bedanken und hoffe, dass ihr mich weiterhin so toll unterstützt.

 

Wir wünschen Dir und dem TSV 1860 weiterhin viel Erfolg und sagen Danke für das Interview!

Danke und bis bald!  Euer Daniel Baier


 

Das Gespräch führte Susanne Werner.


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