November-Interview mit Daniel am 02.11.2004



Daniel, Du hast Dir in dieser Saison den Status des Stammspielers beim TSV 1860 erkämpft. Nicht nur im Internet, auch in der Presse finden wir beinahe täglich grosse Berichte und Fotos von Dir! Wie gehst Du persönlich mit diesem „Medienrummel“ um?

Ich sehe das eigentlich ganz locker, natürlich freue ich mich, wenn etwas Positives über mich in den Zeitungen zu lesen ist, aber das ist natürlich nicht immer so. Es gibt auch viel Kritik, die muss man wegstecken können. Das funktioniert bei mir ganz gut. Ich bin nicht persönlich sauer, wenn mal etwas Schlechtes über mich zu lesen ist.


Was findest Du positiv an dem Gefühl, jetzt noch bekannter zu sein als vorher?

Natürlich finde ich es nett, wenn ich auf der Strasse erkannt werde und es den Menschen gefällt, wie ich Fussball spiele.


Was nervt Dich als Menschen daran, überall erkannt zu werden?

Naja, manchmal ist man einfach nicht in der Stimmung und möchte eigentlich lieber ganz in Ruhe irgendwo essen oder ausgehen. Das wissen natürlich die Leute nicht und deshalb kann man ihnen auch keinen Vorwurf machen. Im Grunde ist es schön.


Kannst Du noch, wie zu der Zeit, als Du noch nicht so bekannt warst, ganz normal abends ausgehen?

Man muss wissen, wann und wohin man geht. Vor allem ist es ja auch für den Sport wichtig, zu wissen, dass man vor wichtigen Spieltagen besser nicht abends in die Disco geht. Aber ich glaube, ich weiss, wie ich das richtig zu handhaben habe. Ich bin ja noch jung, und auch der Trainer ist, als er jung war, ausgegangen. Ich gehe ab und zu aus und es macht mir viel Spaß.


Daniel, bekommst Du eigentlich jetzt mehr Fanpost als früher?

Nein, es ist nicht viel mehr geworden. Ich bekomme in der Woche so ca. 50 Briefe.


Wer beantwortet diese Briefe für Dich?

Es ist mir sehr wichtig, selber den Kontakt zu meinen Fans zu haben, deshalb beantworte ich alle Briefe selber.


Was sind das so für Briefe, die Du bekommst?

Vieles sind Autogrammwünsche, die ich natürlich sehr gerne erfülle. Der Rest sind eigentlich viel persönliche Fragen nach meinen Hobbies, nach meiner Karriere und das, was die Fans auf meiner neuen Homepage unter A – Z auch lesen können.


Was ist Dein grösster Wunsch zu Weihnachten?

Mein grösster Wunsch ist es, Weihnachten mit meiner Familie zusammen in Aschaffenburg verbringen zu können. Ich sehe meine Familie nicht sehr oft, deshalb ist das Weihnachtsfest immer besonders schön. Eine grosse Weihnachtsgans und ein paar nette Überraschungen zu Weihnachten wären auch nicht schlecht.


Wer ist eigentlich in Sachen Fussball Dein grosses Vorbild gewesen oder ist es immer noch?

Früher habe ich Lars Ricken als ganz grosses Vorbild gehabt. Ich fand es überragend, dass er in so jungen Jahren schon in der Champions-League gespielt hat. Und ausserdem war ich zu der Zeit Dortmund-Fan. Heute habe ich eigentlich keinen Fussballer, den ich aus dem Stegreif als ganz, ganz grosses Vorbild nennen könnte.


Wie verstehst Du Dich eigentlich mit den „gestandenen“ und erfahrenen“ Spielern wie z.B. Kalle Pflipsen, der doch das Gefühl haben muss, dass er zum Teil wegen Euch Junglöwen“ manchmal auf der Bank sitzt?

Also, wenn ihm das etwas ausmachen sollte, lässt er sich das überhaupt nicht anmerken. Wir verstehen uns bestens, überhaupt unterstützen uns die „alten Hasen“ wo sie nur können. Das Verhältnis in der Mannschaft ist absolut ok, auch wenn wir privat etwas unternehmen, ist es immer sehr entspannt.


Schaust Du eigentlich oft Fussball im Fernsehen?

Ja, natürlich. Heute abend werde ich mir wieder ein Champions-League Spiel ansehen, das ist sehr wichtig und macht mir Spass.


Deine Mannschaft steht momentan in der Tabelle nicht gerade dort, wo Ihr eigentlich stehen wolltet. Ganz ehrlich, wie schätzt Du die Situation für Euch ein? Schafft Ihr den Wiederaufstieg in dieser Saison?

Es ist ganz klar, wir haben einfach zu wenig Punkte bis jetzt. Allerdings ist die Saison noch jung und es sind noch einige Spieltage zu absolvieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir noch jede Menge Punkte holen werden und dann ist der Aufstieg in greifbarer Nähe und zu verwirklichen.

Möchtest Du Deinen Fans und Fans der Sechziger noch etwas Persönliches von Dir mitteilen?

Ja, auf jeden Fall! Ich möchte mich für die bisherige Unterstützung, auch wenn die Spiele nicht immer so gut gelaufen sind, absolut bedanken und freue mich, dass unsere Fans uns immer so die Stange halten. Ich hoffe, das wir auch in Zukunft auf Euch alle zählen können!


Ende November wirst Du auf dieser Homepage Dein Gästebuch einrichten, wir hoffen, das Gästebuch wird schnell ziemlich voll werden. Aber davon sind wir nach Deinen letzten Auftritten überzeugt.

Danke für das Interview, wir drücken Dir und den Löwen die Daumen!
Das Gespräch führte Susanne Werner.


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